Kontrapunkt

Für mehr Diversität in Hamburger Clubs

Die Hamburger Clubs bieten ein vielfältiges und weltoffenes Programm, dennoch ist offensichtlich, dass bestimmte Dinge unterrepräsentiert sind: Die Präsenz von weiblichen Musikerinnen ist nach wie vor deutlich geringer als die ihrer männlichen Kollegen und auch die Herkunftsländer der Bands befinden sich hauptsächlich in Mitteleuropa und den USA.
Bestimmte Hörgewohnheiten haben sich bereits etabliert und dadurch, dass auch Musikclubs wirtschaftlich handeln müssen, bleibt nur wenig Platz für Neues und Experimentelles.
Mit unserer geplanten Konzertreihe "Kontrapunkt" möchten wir genau hier ansetzen und gezielt die Bands und MusikerInnen nach Hamburg holen, die einen hohen musikalischen Anspruch haben, bisher aber nicht die verdiente Aufmerksamkeit erfahren haben.
Um hierbei die Hemmschwelle möglichst gering zu halten, sich auf neue oder auch unkonventionelle Musik einzulassen, möchten wir die Eintrittspreise so gering wie möglich halten, so dass gleichzeitig auch vielen unterschiedlichen Menschen die Teilhabe ermöglicht wird.
Für diese Konzertreihe erhalten wir einen finanzielle Unterstützung aus dem Musikstadtfonds der Hamburger Behörde für Kultur und Medien
Mi 26.06.2019
Hafenklang | Konzert

Magi (Electronic / Hip Hop, Israel)

Electro-Arab singer and musician MAGI (Maggie Hikri), makes “World Music” in the sense that you can imagine her genre-defying electronically infused cocktail of Middle-Eastern grooves, blasting from cars in Saudi Arabia and clubs in San Francisco, killing it in Coachella as well as the Shiraz Arts Festival in Iran. Acting and singing from a young age, it was MAGI’s initial flirtation with traditional Arabic music which won over British producer Juno Reactor, renowned for his fusion of electronic and global influences. Their collaboration found its’ way to his latest album and supporting tour, which sparked MAGI's renewed interest in the soundtrack of her youth.

Born and bred in the Yemenite ghetto of south Tel Aviv, Israel and having an Iraqi grandmother, MAGI’s first sonic encounters included 2000 year-old Yemeni prayers and contemporary Iraqi music. The storytelling structure and emotional content of Arabian music naturally led to her interest in Hip-Hop, soul, rock and ultimately the electro dance grooves of the wild West.

MAGI’s variety of influences dominate her first single, “Debka Rafiach”. Her debut album, produced by Balkan Beat Box’s Ron Bunker, is due to be released later this year. Her newly released second single “Alashoo”, is a tongue-in-cheek upgrade of a 1950’s Lebanese song, now told from a empowered feminine perspective. The track blends the singing stylings of urban Arabia with a funky electronic backdrop and a drop of social critique.

MAGI’s collaborated with diverse acts such as heavy metal band Orphaned Land and electropop producer Laroz. She is currently performing for groove loving multicultural audiences in Israel and abroad.

MAGI musical posse includes: Roy Avital - Guitars. Adi Benzur - Bass. Hagai Shlezinger - Drums. Gal Dahan - Sax. Yael Selinger - Keyboards & Computer

www.facebook.com/magihikri/ magi-music.bandcamp.com/

Eintritt: 13.00 € | Eintritt VVK: 10.00 €
 | Open: 20:00 | Start: 21:00
Di 02.07.2019
Goldener Salon | Konzert

Somos Guerreras! - Rebeca Lane & Audry Funk & Nakury

Somos Guerreras – Rebeca Lane & Audry Funk & Nakury - Feministischer Hip-Hop aus Zentralamerika

„Beim Hip-Hop stehen die Frauen in Mittelamerika im Schatten der Männer. Das wollen wir ändern und allgemein auf die prekäre Situation der Frauen hinweisen. Feminismus und der Kampf für Frauenrechte sind für mich die zentralen Themen, weil Frausein in Zentralamerika bedeutet, in einem permanenten Krieg zu leben. Im Feminismo Communitario werden die Kämpfe um Territorien mit der Verteidigung des weiblichen Körpers verbunden. Das ist indigenen Frauen zu verdanken, die seit Langem gemeinsam mit ihren männlichen Compañeros im Kampf um Territorien, Land und Flüsse organisiert sind.“ (Rebeca Lane)

„Zu wissen, dass da noch andere sind, von denen man etwas lernen kann, das hilft“, ergänzt Audry Funk, die wie Rebeca Lane und ihre Kollegin Nakury mit Kindern, Jugendlichen und jungen Frauen arbeitet. Rap als Sozialarbeit, sozusagen – in den mittelamerikanischen Klassengesellschaften mit großer Armut, unvorstellbarer Gewalt und traditionellem Machismos ist das extrem wichtig und wertvoll.

Nun werden die drei Rapperinnen aus Mittelamerika das erste Mal gemeinsam mit ihrem Tourneeprojekt „Somos Guerreras!“ auch in Europa auf Tour gehen.

Rebeca Lane (Guatemala), Soziologin und „eine der angesagten Rapperinnen der Region“ („taz“), hat sich in Europa bereits einen Namen gemacht, ihre Konzerte in Berlin, Köln, Zürich, Paris, Kopenhagen oder Barcelona sind sehr gut besucht, sie hat etliche Festivalauftritte absolviert und in Workshops und Lectures über die Rolle des HipHop und die Rolle der Frauen in Mittelamerika informiert.

Die 29-jährige Audry Funk (Mexico) rappt seit 15 Jahren; sie stammt aus der mexikanischen Autostadt Puebla, wo sie Philosophie studierte, und lebt heute in der Bronx (NYC).
In der mexikanischen (und zunehmend auch der US-amerikanischen) Rap-Szene ist sie eine große Nummer. „Ähnlich wie Rebeca Lane hat sie eine Stimme, die zu mehr taugt als nur zum Rappen. Ihr geht es vor allem darum, ihre Message in die Welt zu tragen: ‚Wir müssen unsere Rechte als Frauen durchsetzen.‘ Dafür singt sie, darüber diskutiert sie. Soulige R'n'B- Stücke gehören bei beiden zum Repertoire“, attestierte die „Neue Zürcher Zeitung“.

Auch Nakuri (Costa Rica) ist nicht „nur“ Rapperin – sie bezeichnet sich zudem als „MC, Aktivistin, Kulturmanagerin und Dokumentarfilmerin“. Sie begann ihre Karriere in der HipHop-Szene mit Graffiti und Breakdance, bis sie die Welt der Rhymes immer mehr faszinierte. Mittlerweile gehört sie zu den führenden Rapperinnen Mittelamerikas, war in Mittelamerika und in den USA auf Tournee und trat auch bereits bei Festivals in Europa auf und produzierte HipHop-Sets für die BBC.
Nakuri organisiert mit ihrer Produktionsfirma Union Break u.a. eines der größten HipHop- Festivals in Mittelamerika; außerdem führte sie Regie beim Dokumentarfilm „Somos Guerreras“ (2014).

Dies ist wahrscheinlich typisch für die starken Frauen der mittelamerikanischen HipHop- Szene: Die Selbstermächtigung, das Schaffen eigener Strukturen, seien es Clubs, Plattenfirmen, Festivals, feministische Kulturzentren oder Stätten alternativer Bildungsarbeit. Sie sind eben „Kriegerinnen“, und sie wissen, was sie tun...

Alle drei Künstlerinnen, auf Europatour unterstützt von Opening Act Zaki (El Salvador) und von DJ Barzo (Costa Rica), sind großartige Live-Performerinnen, die ihre raffinierten Lyrics mit starker Bühnenpräsenz zum Besten geben. Sie werden klarmachen: Hip-Hop isn’t dead – it’s just been learning Spanish!

präsentiert von
Berthold Seliger Büro für Musik, Texte und Strategien & TAZ

Eintritt: 15.00 € | Eintritt VVK: 12.00 €
 | Open: 20:00 | Start: 21:00
Vergangene Veranstaltungen
21.02.2019: Bibi Ahmed (Groupe Inerane, Psychrock / Touareg Blues, Niger)
29.03.2019: FAZI / 法兹乐队 (Post Punk / Dark Wave aus China) + support: See More Glass ( Post Punk / Dak Power Pop aus HH)
03.05.2019: Lucidvox (All Woman Psych Rock / Folk, Russland)
08.05.2019: Dizzy Brains (Garage R'n'R, Madagaskar) + support: Don't Kill the Octopus (Garage Rock, HH)