Programm

John Moods (Dreamy Pop, D)"The Great Design Tour "

Do 09.02.23

Goldener Salon

Konzert

Einlass: 20:00Beginn: 21:00

Eintritt: 15.00VVK: 12.00

John Moods (Dreamy Pop, D)"The Great Design Tour "

Foto - Event - John Moods (Dreamy Pop, D)

John Moods meldet sich mit seinem dritten Album "The Great Design" zurück, ein Titel, der sich auf das Staunen und die Verwunderung bezieht, die man angesichts der geheimnisvollen Intelligenz und des Designs des Lebens empfinden kann.

Bevor er als Solokünstler auftrat, war Moods Mitbegründer der Art-Pop-Band Fenster, mit der er vier Alben und einen Spielfilm veröffentlichte. Sein erstes Soloalbum "The Essential John Moods" wurde 2018 veröffentlicht, aufgenommen auf einer Wanderung durch Spanien und Portugal. Sein letztes Album "So Sweet So Nice" - eine spielerische und fröhliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sterblichkeit - wurde 2021 als zwei EPs veröffentlicht.

Seine Arbeit hat eine beeindruckende kreative Vielseitigkeit gezeigt, wobei er seinem einzigartigen romantischen und spirituellen Outsider-Pop treu geblieben ist, der vom Yacht-Rock der 80er Jahre inspiriert ist und zum Melancholischen und Nachdenklichen neigt aber auch Tendenzen und Energie, die an einen jungen Springsteen erinnert.

Sein drittes Album "The Great Design" hebt einige wiedererkennbare Züge hervor, während er sie weiter in den Bereich des zeitgenössischen Pop führt. Das Album beschwört eine gewisse Stimmung der 1980er Jahre herauf ("das Jahrzehnt, in das ich hineingeboren wurde und dessen farbenfrohe Klänge und Ästhetik ich einfach liebe"), landet aber sanft in der Gegenwart. Zusammen mit dem französischen Produzenten ET, mit dem er bereits auf Fensters Album "Emocean" von 2015 zusammengearbeitet hat und der regelmäßig Fensters anderes Gründungsmitglied und Multimediakünstler "Discovery Zone" produziert, schuf John Moods für "The Great Design" eine warme Klanglandschaft, die die Vergangenheit heraufbeschwört, ohne sich in Nostalgie zu verlieren.

Dieses Album hat auch unsere Gegenwart und Zukunft fest im Blick. Nirgendwo wird dies schöner umgesetzt als in der ersten Single "It Ain't Your Time", einer Meditation über das Vergehen der Zeit, in der das kryptischen Empfinden der Zeit gleichzeitig beklagt und gefeiert wird. "Maybe changing is the same as dying / Maybe living is the same as flying", singt John Moods, untermalt von Videoclips aus seiner Jugend, in der er zwischen Polen und Deutschland aufwuchs. "Es ist ein sehr persönliches Stück", erklärt er, aber gleichzeitig schafft es das Stück, die universelle Wahrheit und Schönheit der Zeit und ihres Vergehens einzufangen. "Ich weiss dass ich selbst sterben werde und dadurch spüre ich wie kostbar die Zeit auf dieser Welt ist, aber manchmal ist es auch überwältigend dass man altert und diesen Ort verlassen wird."

Der Opener des Albums, "Anyone", kanalisiert mehr 80er und Exotica-Sounds, ein sphärischer Einstieg in die verträumte Welt, die John Moods so gut erschafft. Er sinniert über die Frage: "Woher kommt die Hoffnung, wenn die Welt dunkel wird?" und erklärt: "Es geht darum, nicht aufzugeben und den Zynismus nicht die Oberhand gewinnen zu lassen."

Der zweite Song "Atlantic Station" fällt sofort ins Auge, mit einer unwiderstehlichen Synthie-Linie, Flöten, Klatschen und einer Leadstimme, die von engelsgleicher Reinheit zu einem Manilow-ähnlichen Knurren moduliert: "Das ist vielleicht der schrägste Disco-Song aller Zeiten", erklärt Moods. "Ich sah 2012 in der New Yorker U-Bahn-Station 'Atlantic Station' einen Mann, der auf einem kleinen Casio-Keyboard eine Coverversion des Country-Klassikers 'Cool Water' spielte, und für mich hatte das etwas so Reines und Bewegendes, dass es sich seitdem in mein Gehirn eingebrannt hat." Zehn Jahre später fand er die Aufnahme dieses bewegenden Moments und baute einen Song daraus.

Zusammenarbeit und Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt von "The Great Design". Bei "Such A Thrill" erklärt Moods: "Dieser Song spielt eher im Weltall als auf der Erde! Es ist eine wilde poetische Tirade über Design, Relativität und den Wahnsinn von Zeit und Raum", sagt er, "der Text wurde in Zusammenarbeit mit Neil Goodwin geschrieben, einem irischen Philosophen, Lebenskünstler, einem professionellen gesundem Verrückten und erstaunlichem Freund - er ist einer der interessantesten Menschen, den ich je gekannt habe." Zu den weiteren Mitwirkenden gehören JJ Weihl, der das Video drehte und den Text für "It Ain't Your Time" mitschrieb, und Martha Rose, die bei fast allen Stücken die Flöte spielte. Magnus Bang-Olsen (The Zenmenn) spielte die Tasten bei "One Morning" und schrieb die Streicherarrangements für "The Great Design", gespielt von Noga Sarai Bruckstein und Moritz Brümmer, als Hommage an die fast schwerelose Qualität von Klassikern wie Simon & Garfunkel oder John C. Frank. Der Titeltrack ist eine Ode an das Gefühl der Vergänglichkeit, das so viele Künstler seit Anbeginn der Zeit inspiriert hat, und geht nahtlos in das Instrumental "Just Playing" über, ein jazziges elektronisches Experiment, das auf Geometrie und Mustern basiert. "Ich bin daran interessiert, Musik zu machen, in der ich nicht ganz zu Hause bin", sagt Moods.

https://johnmoods.bandcamp.com https://www.facebook.com/thejohnmoods

präsentiert von taz und ByteFM


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