30 Jahre Hafenklang – 24. Juli bis 02. August 2026
Wir feiern. Lang und draußen und drinnen. Und fragen: War’s das danach? Kommt nach uns die Unsinnsflut? Gute Fragen!
ABER ERSTMAL VOM SCHÖNEN, TOLLEN + AMAZINGEN!
30 Jahre Hafenklang bedeutet:
* Ein fettes Open Air vor der Tür am 1.+2. August!
Gratis! Live-Musik und DJs von mittags bis zum nächsten Morgen, dazu leckeres veganes Essen von Baeristo Food Trucks, Slushis, frisch gezapftes Bier. Wenn wir nicht da wären, würden wir kommen!
* Clubveranstaltungen vom 24.7. bis zum 31.7.!
53 Acts an 8 Tagen, bis zu 16 Acts an einem Tag! Auf allen Salons, Floors und Etagen, die wir haben. Überall läuft was, nachmittags, abends, bis zum nächsten Morgen. Viel für wenig Geld, manches auch for free. Schlafen kannst du in der Elphi! Ablauf und Programm findet ihr unten im Abspann.
DANN VOM FRÜHEREN, NEUEN + EBENSO AMAZINGEN!
Denn 30 Jahre Hafenklang bedeutet eben auch: 30 Jahre Subkultur, 3 Jahre Sanierung, 0 Jahre Aufgeben. Seit 1996 finden bei uns durchgehend Subkulturveranstaltungen statt. Unterbrochen nur von 2006 bis 2009, als wir saniert wurden und ins legendäre Hafenklang-Exil in der Großen Bergstraße gezogen sind. Macht in unserer Rechnung: ein lupenreines Jubiläum. Wir haben nachgezählt, mehrmals, jetzt glauben wir es auch.
Für die Feier haben wir jetzt 50.000 € Zuschuss von der Behörde für Kultur und Medien erbettelt – ja, erbettelt, das Wort ist Absicht. Der Großteil fließt ins Booking der zehntägigen Veranstaltungsreihe, Höhepunkt ist das zweitägige Gratis-Open-Air direkt vor der eigenen Haustür.
Eigentlich würden wir jetzt gerne einfach nur feiern, unbeschwert auf die nächsten 30 anstoßen. Geht leider nicht so richtig.
Denn: Wir strampeln und sparen, was das Zeug hält – schon immer, aber spätestens seit der Pandemie ist das ein Fulltime-Job ohne Gehalt. Jedes BWL-Erstsemester würde uns sofort bestätigen: Am längsten würden wir überleben, wenn wir einfach mit unserem Programm aufhören würden. Oder wenn wir unseren Saal und den Goldenen Salon, wie viele Leidensgenoss:innen es längst tun, nur noch als Showcase-Bühne der Musikindustrie vermieten würden. Oder einen Fischbrötchen-Reste-Start-up an Möwen aufmachen – eben alles, was hier in Fischmarkt-Nähe gut läuft.
Aber einen Musikclub mit 250 Plätzen, der sein Programm mit einem eigenen Booking-Team frei kuratiert? Das trägt sich nicht mehr selbst. Nicht am Hamburger Fischmarkt, vermutlich nirgendwo mehr auf der Welt.
Und nein – es liegt nicht daran, dass keiner mehr kommt. Der Bedarf ist da, unser Crowdfunding hat das mehr als deutlich gezeigt. Es liegt daran, dass die Kosten explodiert sind, während das Ticket noch bezahlbar bleiben soll.
Machen wir doch ein Rechenexempel, auch wenn das wehtut: Wären wir eine Oper oder ein Theater, sähe alles etwas anders aus. Dann würden hier Steuergelder für neuen Glanz sorgen. 461 Millionen Euro beträgt der Kulturetat der Stadt Hamburg 2025. Und wisst ihr, wie viel davon sich die rund 100 Hamburger Musikclubs teilen? Etwa eine Million. Eine Million für 100 Clubs, 460 Millionen für den Rest.
Klingt leicht schief? Eindeutig, sagen wir. Natürlich neiden wir niemandem die Oper – aber Clubkultur ist keine Fußnote im Kulturhaushalt, sondern die Werkstatt, aus der die nächste Generation an Künstler:innen überhaupt erst kommt.
Dabei ist klar: Die Etats aus der bürgerlichen Hochkultur werden sich nicht über Nacht Richtung Clubkultur verschieben. Deshalb gehen wir den anderen Weg. Den mit Euch und Fördermitgliedschaften, Spenden und einer Community, die selbst entscheidet, was ihr wichtig ist.
Aktuell lässt das Finanzamt prüfen, ob unser Schaffen dem Gemeinwohl dient. Sollten die Damen und Herren am längeren Hebel zu dem Schluss kommen, dass wir hier Nischenmusik, verrückte Bässe, absurden Noise, Nachwuchsbands und DIY-Punk nicht veranstalten, um uns davon eine Harley zu kaufen – dann könnten Spenden an den Club bald steuerlich absetzbar sein. Stichwort: Fördermitgliedschaft. Damit wäre schon viel geholfen.
Wer schon jetzt Euros loswerden möchte:
IBAN: DE14 2005 0550 1500 9378 16
Kontoinhaber: STIFTUNG ZUR STÄRKUNG PRIVATER MUSIKBÜHNEN HAMBURG
Verwendungszweck: Spende Hafenklang Kultur
Mehr dazu bald in einer groß angelegten Kampagne. Bis dahin wird mit einem kämpferischen Grinsen gefeiert!
HAFENKLANG
Wir sind gekommen, um zu bleiben.
Und geblieben, um nie aufzuhören.
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Programm
ROCK & WRESTLING 2026 Main Event
Startschlag in die „30 Jahre Hafenklang Festival Woche“
Fr. 24.07. | 22.00 Uhr | Performance | Saal
YungFSK18 (live) – daisy* aka BABii (live) – Zoë McPherson – Mash Up Di Bass feat. SHRH, nassstya, The Next b2b The Vinylizer, Usus, Sarah Q, N:in
Sa. 25.07. | 23.00 Uhr | Party | Saal
Kid Simius – Melina – Bombe – John – Bomchello – Mille – Momo
Sa. 25.07. | 23.00 Uhr | Party | Goldener Salon
Mutter – Die Lampe – Benni Bo
So. 26.07. | 18.00 Uhr | Konzert | Saal
Musikbingo
Mo. 27.07. | 19.30 Uhr | Performance | Saal
Punkerstammtisch
Mo. 27.07. | 21.00 Uhr | Bar | Goldener Salon
Felix Kubin – Missda Vast – Zeugen Jevers – Spucke – Kem Trail – Sharizza – Nika Son
Do. 30.07. | 20.00 Uhr | Konzert | Saal
Aufmischen (live) – Ceschi (live)- Goldie333(live) – Sim17K – S00dy (Freaky) – C-Doro b2b Sc9tty (Elektro Kiez) – Drumbule
Fr. 31.07. | 20.00 Uhr | Konzert | Saal
Lynks – Ceschi – Hammerhead – Sexschweiss – Clamm – MPC Lafote – Patric Catani – ILL – GAMEBOYZ II MEN – VJ Wasted – Clyderock b2b Tripsi – Baster
Sa. 01.08. | 14.00 Uhr | Konzert & Party | Open Air & Club
Ildiko – Hanna Noir – Egoexpress – Blockparty – DJ Fu – Dj Source – Knarfedelic Rellöm + tba
So. 02.08. | 13.00 Uhr | Konzert & Party | Open Air & Club







