Programm

KALTFRONT (Post Punk /Dresden) + Kosmonovski ( Pop, Indie, Punk/ Musikkollektiv aus NRW) + Eugene Ripper ( Folk Accoustic Punk, Canada)

Do 19.01.23

Goldener Salon

Konzert

Einlass: 20:00Beginn: 21:00

Eintritt: 13.00VVK: 10.00

KALTFRONT (Post Punk /Dresden) + Kosmonovski ( Pop, Indie, Punk/ Musikkollektiv aus NRW) + Eugene Ripper ( Folk Accoustic Punk, Canada)

KALTFRONT // Post Punk / Dark // Dresden
KALTFRONT - » In dieser Sparte absolute Oberliga und verdammt nochmal frisch« (Ox Nr. 159).
Die 35-jährige Bandgeschichte ist wechselreich. Im Jahr 1986 ging KALTFRONT aus den Dresdner Punkbands Paranoia und Suizid hervor. Im Januar 1987 erschien das erste Demo Zieh dich warm an. KALTFRONT erhielt im selben Jahr ihre Spielerlaubnis und durfte auch in FDJ-Klubs auftreten. So gewann man u.a. bei der „Werkstattwoche der Amateurtanzformationen des Bezirkes Dresden“ und erhielt dafür 500 DDR-Mark. Es folgten weitere Tapes und zahlreiche Konzerte, bis KALTFRONT im Jahr 1990 ihre Abschiedsshow in der Dresdner Scheune spielten.
»Ich sitze hier und spüre, dass das Unheil naht.« Mit dieser Liedzeile der Dresdner DDR Punkrockband Kaltfront endet die Theaterinszenierung des Schauspiels Leipzig von Peter Richters Roman 89/90. KALTFRONT blieb trotz der Auflösung einer der prägenden Einflüsse für junge Menschen in der ehemaligen DDR der wechselhaften Nachwendejahren. Ihre Tapes wurden von Fans stets aufs Neue kopiert und weitergereicht. Zudem gab es Cover-Projekte, etwa von der Band The Bottles.
Im Jahr 2005 fand sich KALTFRONT wieder zusammen. Es gab ein umjubeltes Reunionkonzert im Kurländer Palais. Als Support feierte dabei Roger Baptist sein Bühnendebüt als Rummelsnuff. Die Tapeaufnahmen aus den 1980ern, deren Wiederveröffentlichung auf LP und CD) sowie die eigene Wiederfindung mit der Reunionplatte 2011 Zwischen allen Fronten waren ein wichtiger Teil der Bandgeschichte. Dennoch ist es das Selbstverständnis der Band, dass sich KALTFRONT nicht als Nostagieprojekt sehen, sondern vielmehr mit aktuellen Werken im Hier und Jetzt bestehen.
»Alle Lieder sind gesungen, alle Storys sind erzählt. Der Vorhang ist gefallen. Es gibt kein Happy End. Beginnt eine Platte so, dann hat eine Band auch nach 35 Jahren noch Relevanz« (Ox Nr.160). Die aktuelle Platte Spiegel klingt anders und irgendwie auch neu und ist doch klar erkennbar KALTFRONT. Der treibende Post-Punk-Sound des 2017er Albums wenn es dunkel wird wurde ausgebaut und weiterentwickelt: verstärkt durch sphärische Shoegaze- und Postrock-Elemente. Dieser dichte Sound, der zu keiner Sekunde an Druck und Dynamik verliert, entwickelt auch auf Albumlänge eine Sogwirkung, um dann den Hörer und die Hörerin in einen düsteren 6minütigen Final-Song zu entlassen. Die Texte zeigen sich dabei gewohnt wortgewaltig und scharfzüngig.
Die Aufnahme der 10 Songs erfolgte in zwei intensiven Recordingsessions im Castle Studio unter der Leitung von Recording-Engineer Arno Jordan. Archi Alert gab den Songs dann noch mit seinem Mix und seiner Sicht auf den Sound der Band weitere Schärfe, die das Mastering von Andy "Dog" Jung krönt. Spiegel ist erhältlich auf Vinyl (180g), CD (Digipack) und digital.
Label: Rundling - Katalog Nummer RL26 - Vertrieb: Sounds Of Subterrania
https://www.facebook.com/Kaltfront/
https://kaltfront.bandcamp.com/
http://www.kaltfront-dresden.de/
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Wenn eine Band wie KOSMONOVSKI ein offizielles Debütalbum veröffentlicht, dann ist man in Promohausen schnell versucht, den – schlimmes Wort! – „Point-of-Sale” einzig und allein auf den Fakt zu legen, dass es sich hier um eine – großes Wort! – “Inklusions-Combo” handelt.

Sicher: Das macht dieses mittlerweile bandgewordene Projekt um den Ex-“The A.M. Thawn“-Mann Holger Denninger schon speziell. Man erlebt nicht aller Tage ein Musikkollektiv, welches absolut keinen Hehl daraus macht, dass seelische und körperliche Störungen die Mitglieder zusammengeführt und -geschweißt haben. Es ist aber genau jene Leichtigkeit, mit der die Band diese Tatsache auf der Bühne mit einem Augenzwinkern, einer Menge Verve und charmantem Arschtritt um- und ausspielt, die KOSMONOVSKI so intensiv sein lässt. Ehrenwort.
Und soviel sei an dieser Stelle gleichwohl verspochen: Würde man den psycho-sozialen Background mal hintenanstellen und nur die Musik für sich sprechen lassen, dann wären diese neun – ja, richtig gelesen: NEUN! – Jungs immer noch etwas ganz besonderes. Das muss man in der Tat gesehen und gehört haben, wie hier live und auf Platte frisch geradeaus gerockt, gezappelt und gepoltert wird, dass sich diverse gestandene Bands erstmal die Holzfällerhemden wieder geradeziehen müssen. Was KOSMONOVSKI da zaubern, ist gleichermaßen treibend wie knackig und dabei stets angenehm schrullig. Irgendwie ist das Indie, irgendwo Pop, irgendwas daran Punk und bei all dem immer absolut straight. Im Zusammenspiel mit Holgers cleveren deutschen Texten wird man jedenfalls das Gefühl nicht los, dass man in KOSMONOVSKIs Heimatstadt Rheine das Trinkwasser mittlerweile ehrfürchtig mit gestrecktem Muff Potter Schnaps versetzt hat.
Na? “Augen zu und Furcht”, irgendwer? Reinhören, aber zackzack! (Ingo Donot)

https://kosmonovski.de
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Eugene Ripper (ACOUSTIC PUNK, Canada)
“Eine Ein Mann Folk Punk Explosion "
“Vormals Gitarrist von Stark Naked & The Fleshtones, jetzt wird
schneller und wilder Folk Punk gespielt, mit einem Fuß im Punk und
einem lyrischen Gruß an Film Noir. Geiler Scheiß.” SMASH UK
www.youtube.com/watch?v=QljjwRc1Hfg


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Foto - Event - RHONDA

Di 28.02.23

Hafenklang

Konzert

RHONDA